Autoschlüssel

Nachdem die Autoindustrie Mitte der Neunziger angefangen hat, das Fahrzeugschlüsselgeschäft wieder komplett an sich zu ziehen, wurde es schwerer für das Schlüsselfachgeschäft, weiterhin Schlüssel auch für neuere Fahrzeuge herzustellen. Mit Hilfe der Rohlingshersteller gelang es dann, die ersten Kopiergeräte auf den Markt zu bringen, die zumindest teilweise in der Lage waren, die Autoschlüssel mit integriertem Transponder (Kunstwort, bestehend aus Transistor und Responder) nachzufertigen. Durch gute Maschinen der Rohlingshersteller konnten problemlos auch Bahnenschlüssel (Zweibahnenschlüssel und Vierbahnenschlüssel) und auch die Tibbe-Schlüssel auf einfachen Maschinen oder auch auf computergesteuerten Maschinen nachgefertigt werden. Mit Hilfe von Transponderkopiergeräten konnten auch die ersten Festcodetransponder kopiert werden. 

Aufgrund steigender Fahrzeugdiebstähle und auf Druck der Versicherungen wurden die Wegfahrsperrensysteme der Hersteller immer komplizierter. Es kamen Cryptotransponder und Wechselcodetransponder hinzu und von Mercedes kamen die Fahrberechtigungssysteme FBS 2, dann 2a und später 3 und 4 hinzu, die sich bis heute noch nicht 1 zu 1 kopieren lassen. Die gesamte Entwicklung führte dazu, dass die Hersteller über die Händler proklamierten, dass heutige Autoschlüssel nur noch über den Hersteller zu beziehen seien. Und dadurch, dass fast jeder Fahrzeughersteller sein eigenes Wegfahrsperrensystem generierte, wurde es auch für das Fachgeschäft immer schwieriger, sich alle verschiedenen Kopiergeräte hinzustellen, um immer nur einige wenige Schlüssel nachfertigen zu können. Erschwerend kam hinzu, dass die Kopiergeräte durch immer neuere Systeme schnell veraltet waren und für die neuen Systeme der Wegfahrsperren nur bedingt nutzbar waren. Der Plan der Autoindustrie schien aufzugehen und im Laufe der Jahre entwickelte sich bei den Autofahrern und Fahrerinnen die Erkenntnis, dass moderne Autoschlüssel nur über den Hersteller beim Händler zu beziehen sind.

Doch auch die führenden Rohlingshersteller waren nicht untätig. Mit vielen Ideen wurden bis heute eine Menge Entwicklungen vorangetrieben und Systeme entwickelt, die es wieder ermöglichen fast alle Fahrzeugschlüssel zu kopieren. Mit einer kleinen Auswahl an Geräten werden die Autoschlüssel und das vorhandene Transpondersystem erkannt. Computergesteuerte Programme schlagen vor, welcher Schlüsselrohling und welcher Transponder verwendet werden soll. Mit Hilfe von nur einigen wenigen „Universaltranspondern“ ist man in der Lage fast jeden Fahrzeugschlüssel nachzufertigen. Das gilt auch die meisten „schlüssellosen“ Systeme wie Keyless Go Schlüssel und natürlich auch für die Autoschlüssel, bei denen der Bart noch gefräst werden muss. Hier wird allerdings keine einfache Kopie erstellt, sondern auf computergesteuerten Maschinen, ein perfekter Autoschlüssel, so gut wie das Original.

In meinem Fachgeschäft in Rahden fertige ich für fast alle Fahrzeuge auch Schlüssel der neusten Generationen an. Mit verschiedenen Programmiergeräten können die Transponder gelesen und kopiert werden. Eine vollautomatische Maschine, die mit den Werksmaßen arbeitet, fräst dann den erforderlichen Schlüsselbart, mit dem ggf. Türen geöffnet oder die Zündung betätigt werden muss.

Fragen Sie einfach nach, ob Ihr Fahrzeugschlüssel auch bei mir nachgefertigt werden kann.

Für alle „älteren“ Fahrzeuge noch ohne Wegfahrsperre oder für Oldtimer, sind auf jeden Fall die meisten Schlüsselrohlinge vorrätig und können problemlos nachgefertigt werden. Wir sind ebenso spezialisiert auf Schlüssel für alle Fahrzeuge wie Motorräder, Mofas, Traktoren, Boote und Flugzeuge. Und wenn mal kein Schlüssel mehr da ist, können wir auch anhand des Schlosses wieder einen funktionsfähigen Schlüssel erstellen.